Die Gemeindevertretung Schmitten hat die Zuständigkeit für den Kommunalwald aus dem Gemeindevorstand in das Parlament
verlagert.
Mit
den Stimmen der Kolaition aus CDU, b-now und Grünen hat die Gemeindevertretung Schmitten beschlossen, die Waldbewirtschaftung unter die eigenen Fittiche zu nehmen. Bislang lag die Verantwortung dafür
beim Gemeindevorstand. Für die nun neue Zuständigkeit war eine Änderung der Hauptsatzung nötig.
In
der Gemeindevertretersitzung hatte Annett Fomin-Fischer (b-now) einen zügigen Waldumbau gefordert und als Voraussetzung dafür genannt, Dienstleister wie Hessen-Forst und die
Holzvermarktungsgesellschaft dauerhaft im Blick haben zu können. Deswegen müsse die Hauptsatzung dahin gehend geändert wird, dass nicht mehr der Gemeindevorstand, sondern die Gemeindevertretung
entscheide. So sieht es der Antrag der b-now, CDU und Grünen vor. Karsten Ratzke (CDU) erklärte, dass die Gemeindevertreter Teile des Waldes aus der Bewirtschaftung nehmen und eine grundsätzliche
Weichenstellung gemeinsam mit der Bürgerschaft vornehmen wolle.
Ebenso soll als Beratungsgrundlage der Gemeindevertretung das aktuelle Forsteinrichtungswerk digital zur Verfügung gestellt werden.
Für
den Umweltausschuss sollen Vertreter von Hessen-Forst und der Holzvermarktungsagentur sowie die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter mit der Bitte um Darstellung eines Sachstandberichtes Wald
eingeladen werden, um die Preisentwicklung der Verkaufsfelder darzulegen. Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) schlug vor, gemeinsam mit dem neuen Forstamtsleiter Sebastian Gräf von Hessen-Forst
verschiedene Waldgänge als kleine Serie zu organisieren.
Im Frühjahr haben zahlreiche Helfer beim Wiederaufforsten der Taunuswälder geholfen. Doch nun, ein halbes Jahr später, ist
das Fazit ernüchternd: Im Sommer sind zahlreiche Setzlinge vertrocknet.
Nun –
ein halbes Jahr und einen weiteren trockenen Sommer später – sieht es um manche frisch bepflanzte Fläche traurig aus. „Wir haben auf einigen aufgeforsteten Flächen bis zu 100 Prozent Ausfall“,
erklärt Wehrheims Förster Björn Neugebauer. Davon weiß auch Weilrods Forstamtsleiter Jörg Deutschländer-Wolff zu berichten. „Natürlich kommt es immer auf die Standorte und ihre Lage an“, sagt der
Forstamtsleiter. An kühleren, wasserreicheren und nicht so sonnenexponierten Flächen hätten 80 bis 90 Prozent der kleinen Pflanzen überlebt. Doch gerade an den sonnenbeschienenen, heißen Südhängen
sei die Lage dramatisch. „Dort haben wir Flächen, die in Gänze vertrocknet sind.“
Förster: „Wir haben nicht den Hauch einer Chance“
Der Borkenkäfer killt inzwischen nicht nur Fichten, sondern auch andere Bäume, da er sich so rasant ausbreitet, dass seine eigentlichen Baumarten nicht mehr genug
Platz bieten. Zudem befällt nun ein Pilz auch noch die Buchen.