Vorsitzender Bernhard Eschweiler (FWG) hatte zwar einen Schlagabtausch verhindern wollen, musste aber nach gut zweieinhalb Stunden feststellen, dass ihm das nicht ganz gelungen war: In der
jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Dorfgemeinschaftshaus Arnoldshain haben sich am Dienstagabend Vertreter von Hessen-Forst und ein von der Gemeindevertretung bestellter Gutachter
regelrecht beharkt. Auch wenn es streckenweise schwierig war, den fachlichen Erörterungen zu folgen, sah der Ausschuss schließlich die Gemeinde mit drei besonderen Herausforderungen für die kommenden
Jahre konfrontiert: alte Fichtenbestände, hohe Wildschäden und eventuell neue Vorgaben für die Holzvermarktung.
Mehr Transparenz forderte der Gutachter hinsichtlich der Holzvermarktung: Ihm war aufgefallen, dass ein bestimmtes Unternehmen besonders oft zum Zuge gekommen sei. In diesem Zusammenhang verwies
Richter auf ein kartellrechtliches Verfahren, das es den Forstämtern künftig untersage, die Holzvermarktung für die Kommunen zu übernehmen. Da sei es wichtig, sich entsprechend vorzubereiten, etwa
über Fortsbetriebsgemeinschaften nachzudenken, in denen sich Städte und Gemeinde zusammenschließen könnten.
Schließlich rät der Gutachter der Gemeinde, künftig genau zu überlegen, Hessen-Forst weiterhin mit der Erarbeitung der sogenannten Forsteinrichtungspläne zu beauftragen. Der Staatsbetrieb habe
dafür 55 000 Euro in Rechnung gestellt. Richter: „Auf dem Markt bekommen sie das für die Hälfte.“