Unsere Kernthemen

Sieben zentrale Themen, die Schmitten bewegen. Hier setzen wir unsere Schwerpunkte und arbeiten an konkreten Lösungen für unsere Feldberggemeinde.

💰

Finanzen im Blick – verantwortungsvoll investieren

Ausgeglichener Haushalt ohne Bürger zu überlasten

Die finanzielle Lage der Gemeinde Schmitten ist angespannt. Der Haushalt ist defizitär, die finanziellen Spielräume werden immer kleiner – gleichzeitig stehen auch in den kommenden Jahren hohe Investitionen an. Umso wichtiger ist es, Prioritäten klar zu setzen und mit den verfügbaren Mitteln verantwortungsvoll umzugehen.

Ein wichtiges Signal in diese Richtung ist gelungen: Die ursprünglich für das Jahr 2027 geplante Erhöhung der Grundsteuer um 150 Punkte konnte auf das letzte Planjahr 2029 verschoben werden. Das verschafft Zeit und entlastet die Bürgerinnen und Bürger – macht aber auch deutlich, dass strukturelle Lösungen notwendig bleiben. Wichtig: mit einer guten Finanzpolitik auch in der nächsten Legislaturperiode kann möglicherweise die Grundsteuererhöhung noch vermieden werden. Hier ist aktiver Gestaltungswille gefragt, den wir von b-now einbringen.

Ausgaben kritisch hinterfragen

Trotz der angespannten Haushaltslage werden Ausgaben beschlossen, die nicht zwingend notwendig erscheinen.
Gerade in finanziell schwierigen Zeiten sollte gelten, was im privaten Haushalt selbstverständlich ist:
Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch finanzierbar.
Eine klare Priorisierung nach Notwendigkeit und Nutzen sowie konsequentes Kostenmanagement bei den einzelnen Investitionen sind unverzichtbar.

Großes Investitionsprogramm – große Verantwortung

In den kommenden Jahren stehen weiterhin erhebliche Investitionen an, insbesondere in lebensnotwendige und gesetzlich verpflichtende Bereiche:

  • Wasserversorgung: Sicherung der Trinkwasserversorgung, Klimaanpassung, Infrastruktur
  • Kinderbetreuung: Ausbau und Erhalt von Betreuungsangeboten
  • Feuerwehr: Investitionen in Gebäude, Fahrzeuge und Ausrüstung
  • Straßeninfrastruktur: notwendige Sanierungen, jedoch mit Augenmaß und finanzieller Verantwortung

Allein im Bereich der Straßeninfrastruktur ist über einen Zeitraum von zehn Jahren ein Investitionsvolumen von rund 20 Mio. € vorgesehen – ein erheblicher Teil davon würde unmittelbar die Bürgerinnen und Bürger belasten. Auch deshalb ist es wichtig, Art, Umfang und zeitliche Abfolge solcher Maßnahmen sehr sorgfältig zu prüfen.

Personalkosten im Fokus

Ein wesentlicher Kostentreiber sind die stark gestiegenen Personalkosten.
Seit 2020 ist hier ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen:

  • Ist 2020 → Plan 2026: rund +70 %
  • Plan 2020 → Plan 2026: rund +50 %

Ursachen sind unter anderem:

  • eine Kapazitätsausweitung von über 25 %,
  • deutliche Tariferhöhungen,
  • regelmäßige Höhergruppierungen.

Ohne steuernde Maßnahmen werden die Personalkosten weiter steigen. Der aktuelle Finanzplanungserlass sieht vor, freiwerdende Stellen zunächst zu sperren und erst nach Beratung in der Gemeindevertretung wieder freizugeben. Dieser von uns vorgeschlagene Weg findet bislang jedoch keine Mehrheit. Gleichzeitig sind weitere Kapazitätserhöhungen geplant – ein Widerspruch zur angespannten Haushaltslage.

Unser Ansatz: Priorisieren statt überfordern

Für b-now ist klar:
Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Notwendig ist eine ehrliche Priorisierung, die sich an folgenden Grundsätzen orientiert:

  • Investitionen langfristig denken – im Nutzen und den Kosten
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor übermäßigen Belastungen
  • transparente Entscheidungen und frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger bei wesentlichen Themen
  • Mut für Neue Wege in der Gemeindefinanzierung
  • Freiwillige Leistungen konstruktiv und dennoch kritisch betrachten

b-now: Finanzen mit Augenmaß

Wir setzen uns für eine solide, nachvollziehbare und verantwortungsvolle Haushaltspolitik ein. Ziel ist es, die notwendigen Investitionen in die Zukunft Schmittens zu ermöglichen – ohne die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu überfordern.

Finanzen im Blick zu behalten heißt: heute klug entscheiden, damit morgen noch Gestaltungsspielräume bleiben.

Unsere Forderungen

  • Investitionen langfristig denken – im Nutzen und den Kosten
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor übermäßigen Belastungen
  • Transparente Entscheidungen und frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger bei wesentlichen Themen
  • Mut für neue Wege in der Gemeindefinanzierung
  • Freiwillige Leistungen konstruktiv und dennoch kritisch betrachten
🏥

Ärztehaus für Schmitten – unsere Versorgung sichern

Medizinische Grundversorgung für alle Ortsteile

Im Rahmen des IKEK-Förderprogramms zur Dorfentwicklung wurden in Onlinebefragungen und Bürgerforen die wichtigsten Zukunftsthemen für Schmitten herausgearbeitet. Ein Ergebnis sticht deutlich hervor: Die ärztliche Versorgung ist für die Bürgerinnen und Bürger das Top-Thema. Darum wurde es im IKEK als prioritäres Vorhaben verankert: „Umsetzungsorientierte Konzepterstellung zur Sicherstellung der ärztlichen/medizinischen Versorgung inkl. Einrichtung eines Ärztehauses (mit potenzieller Nutzung bestehenden Leerstandes)".

Das beauftragte Fachbüro dostal & partner hat die Hausärzte in Schmitten sowie lokale Akteure aus Pflege und Gesundheitsversorgung befragt. Der Austausch läuft. Das Büro ist spezialisiert auf Lösungen gegen Ärztemangel – insbesondere durch die Entwicklung, Gründung und den Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Das fertige Konzept liegt der Gemeinde vor, ist jedoch noch nicht öffentlich. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung nicht nur mit den drei aktuellen Hausärzten gesprochen hat, sondern auch mit jungen Ärztinnen und Ärzten sowie möglichen Fachärzten. Nur so entsteht ein langfristig tragfähiges Modell.

Ärztehaus – Chance nicht verpassen

Das Durchschnittsalter unserer Hausärzte liegt bei über 60 Jahren. Die bestehenden Praxen sind teils nicht barrierefrei. Ein modernes Ärztehaus ist der einzige Weg, Schmitten für junge Mediziner attraktiv zu machen und die Versorgung langfristig zu sichern.

Ein weiterer Punkt verschärft die Lage: Die Gebäude von zwei bestehenden Hausarztpraxen in Schmitten sind leider nicht barrierefrei. Damit entsprechen sie weder modernen Standards noch den Anforderungen älterer und mobilitätseingeschränkter Patienten. Ein Ärztehaus könnte genau hier Abhilfe schaffen – durch barrierearme Räume, Aufzüge und zeitgemäße Infrastruktur.

Das Durchschnittsalter der Hausärzte in unserer Region liegt über 60 Jahren. Das bedeutet: In den kommenden Jahren werden mehrere Praxen aus Altersgründen schließen. Ohne rechtzeitige Nachfolgeregelungen droht Schmitten, seine hausärztliche Versorgung Schritt für Schritt zu verlieren. Neue Einwohner in Schmitten finden vor Ort kaum noch einen Hausarzt, weil die bestehenden Praxen keine neuen Patienten mehr aufnehmen können. Wer neu nach Schmitten zieht, muss sich häufig in den Nachbarkommunen um eine hausärztliche Anbindung bemühen – ein Zustand, der einer wachsenden Gemeinde nicht gerecht wird.

>60 Jahre
Durchschnittsalter der Hausärzte in der Region
0
Medizinische Versorgungszentren (MVZ) aktuell in Schmitten
9.600+
Menschen brauchen eine verlässliche Versorgung vor Ort

Ein Ärztehaus bietet hier die beste Perspektive: mehrere Haus- und Fachärzte unter einem Dach, kurze Wege, bessere Abstimmung, gemeinsame Infrastruktur und moderne, barrierearme Räume. Für viele junge Ärztinnen und Ärzte ist diese Teamstruktur heute Voraussetzung, um sich niederzulassen.

Ein Blick in die Nachbarschaft zeigt, wie es funktionieren kann: Gesundheitszentrum Usingen und Ärztehaus Weilrod. In all diesen Zentren arbeiten Ärzte im Team, teilen Personal und Ausstattung und können so verlässliche Vertretungen, moderne Arbeitszeiten und attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Diese Strukturen sichern die medizinische Versorgung nachhaltig – genau das fehlt in Schmitten bislang.

Für b-now ist klar: Die Gemeinde muss endlich aktiv werden. Unsere Fraktion fordert, dass die Gemeinde Verantwortung übernimmt und das Thema mit der Kassenärztlichen Vereinigung sowie potenziellen MVZ-Trägern konsequent weiterentwickelt. Wegschauen oder Abwarten löst das Problem nicht. Ein Ärztehaus ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge – und wir bleiben im Parlament dran, bis Schmitten hier zukunftsfähig aufgestellt ist.

Unsere Forderungen

  • Veröffentlichung des Konzepts von dostal & partner und transparente Diskussion über die nächsten Schritte
  • Aktive Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und potenziellen MVZ-Trägern
  • Sicherstellung barrierefreier medizinischer Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger
  • Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte nach dem Vorbild von Usingen und Weilrod
  • Regelmäßiger Bericht des Gemeindevorstands zum Stand der ärztlichen Versorgung und zur Umsetzung des IKEK-Vorhabens
🌲

Wald – naturnah und wirtschaftlich

Transparent entscheiden, nachhaltig gestalten

Der Wald ist für Schmitten weit mehr als eine grüne Kulisse: Er ist ein unschätzbar wertvolles Stück Heimat, Lebensgrundlage, Klimaschützer, Erholungsraum und wirtschaftliche Ressource. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, prägen unseren Wald über Jahrzehnte – teilweise sogar über Jahrhunderte.

Was wir erreicht haben: Wald zurück ins Parlament

Seit 2018 hat b-now dafür gekämpft, dass zentrale Waldfragen wieder dort entschieden werden, wo sie hingehören: in der gewählten Gemeindevertretung. Seit 2021 werden Forstbetriebspläne, Aufforstungsmaßnahmen und grundsätzliche Fragen zur Waldbewirtschaftung offen und transparent beraten. Wir haben eines der zentralen Themen unserer Gemeinde zurück ins demokratische Gremium geführt – für alle nachvollziehbar.

Die Herausforderungen bleiben jedoch groß: Trotz seiner großen Bedeutung geht es dem Wald weiterhin nicht gut – die aktuellen Waldzustandsberichte zeigen dies deutlich. Der Klimawandel, Trockenheit und Schädlingsbefall setzen unseren rund 1.300 Hektar Gemeindewald massiv zu. Jetzt müssen wir handeln.

Unsere Vision: Ein zukunftsfähiger Schmittener Wald

Als b-now stehen wir für eine nachhaltige, naturverträgliche und wissenschaftlich fundierte Waldbewirtschaftung. Unser Konzept umfasst folgende Kernpunkte:

🌳 Klimaresilienter Waldumbau

  • Aufforstung mit klimatoleranten Baumarten
  • Förderung von Mischwäldern statt Monokulturen
  • Schutz junger Bäume vor Wildverbiss
  • Konsequente Pflege der Jungbestände und Eindämmung störender Vegetation
  • Zulassen natürlicher Waldentwicklung auf ausgewählten Kleinstflächen
  • Schutz gewachsener, stabiler Bestände und mehr Raum für natürliche Prozesse

🌍 Bodenschutz und schonende Bewirtschaftung

  • Keine großflächigen Kahlschläge
  • Weniger Rückegassen – weniger Bodenverdichtung
  • Verzicht auf schwere Großmaschinen wie Harvester, wo immer möglich
  • Aktive Vermeidung von Erosionsschäden auf Freiflächen

💧 Wasserrückhalt und Quellschutz

  • Ausbau von Rückhaltebecken und Biotopen
  • Weitere Maßnahmen zur Wasserspeicherung
  • Großzügiger Schutz und Entwicklung von Quellgebieten

💰 Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich denken

  • Finanzielle Entscheidungen am Prinzip der Nachhaltigkeit ausrichten
  • Kosten im Blick behalten und regelmäßig überprüfen
  • Fördermittel konsequent nutzen – aus Land, Bund und EU

🥾 Besucherlenkung für Mensch und Natur

  • Ein gut strukturiertes Wegenetz zur Lenkung der Besucher
  • Schutz neu angelegter Kulturen
  • Ausreichend Ruhe- und Rückzugsräume für Wildtiere
~1.300 ha
Gemeindewald Schmitten
100%
Transparenz im Parlament
seit 2021
Waldthemen demokratisch

Gemeinsam stark

Ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement ist die Initiative Herzenswald Schmitten. Sie unterstützt aktiv bei Aufforstung und Waldpflege – finanziell, organisatorisch und tatkräftig. Wir möchten diese Zusammenarbeit weiter stärken: Erfolgreicher Waldumbau gelingt nur gemeinsam – mit Forst, Politik, Jagd, Tourismus, Wirtschaft und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Zukunftsentscheidungen für den Wald müssen offen geführt werden: in der Gemeindevertretung, in Bürgerinformationsveranstaltungen und unter Einbeziehung lokaler Expertise. Wir setzen uns dafür ein, dass Waldpolitik nachvollziehbar bleibt und alle Interessierten einbezogen werden.

Was wir in der kommenden Legislaturperiode für Sie tun werden

  • Die transparente Beratung der Waldthemen in der Gemeindevertretung fortsetzen
  • Den Dialog mit Bürgern, Experten und Interessengruppen intensivieren
  • Wissenschaftlich fundierte Entscheidungen sicherstellen
  • Den klimaresilienten Waldumbau konsequent begleiten
  • Eine nachhaltige Pflege junger Bestände einfordern
  • Bodenschonende Bewirtschaftung durchsetzen – weniger Großmaschinen, mehr Rücksicht auf Wege
  • Den Wasserhaushalt durch weitere Rückhaltebecken und Biotope stärken
  • Fördermittel aktiv einwerben und die Kosten kritisch prüfen
💧

Trinkwasser sichern – Infrastruktur stärken

Versorgung in Zeiten des Klimawandels

Wasser ist unser wertvollstes Gut – und Schmitten spürt die Auswirkungen des Klimawandels. Niederschläge werden unregelmäßiger, Quellen führen weniger Wasser, und die Versorgung gerät in Sommermonaten zunehmend unter Druck.

Der Sachstandsbericht vom März 2025 zeigt: Die Quellschüttungen liegen 30 % unter dem Vorjahresniveau. Die Tiefbrunnen sind stabil, doch ohne nennenswerte Niederschläge drohen Engpässe. Die Grundwasserneubildung ist in Gefahr – es kann nicht mehr gefördert werden, als nachkommt.

Trinkwasser schützen – jetzt handeln

30 % weniger Quellschüttung. Steigender Fremdwasserbedarf. Sommerliche Engpässe möglich. Unsere Wasserversorgung ist stabil – aber verletzlich. Nur mit strukturellen Lösungen bleibt Schmitten langfristig gut versorgt.

Die Wasserampel stand 2025 zunächst auf „grün", musste dann aber auf „gelb" wechseln. Sparsamkeit ist zwingend notwendig, denn Schmitten ist auf umfangreiche Fremdwasserlieferungen angewiesen – im Sommer täglich bis zu 560 m³ aus Tenne, Usingen und weiteren Verbänden. Ein weiterer Zukauf ist kaum noch steigerbar.

Was Schmitten bereits getan hat

Die Gemeinde arbeitet an zahlreichen technischen Verbesserungen. Viele Projekte sind abgeschlossen: Regenerierung von 8 Tiefbrunnen, Fertigstellung der Verbindungsleitung Dorfweil–Treisberg, Aufbau einer Notstromversorgung, Einbau von Ultrafiltrationsanlagen (170.000 m³ jährliche Filterleistung, betrifft 70 % der Eigenwassergewinnung), Reaktivierung mehrerer Schürfungen und Erneuerung wichtiger Leitungen.

Laufende Großprojekte: Speichererweiterung am Hochbehälter Feldberg (+400 m³, Fertigstellung Herbst 2025), Umbau Pumpwerk Schmitten, Sanierung Tiefbrunnen Dillenberg.

30 %
weniger Quellschüttung gegenüber März 2024
1.150–1.350 m³
aktueller Gesamtwasserbedarf pro Tag
560 m³
Fremdwasser täglich in Spitzenmonaten
170.000 m³
jährliche Filterleistung der Ultrafiltrationsanlagen
400 m³
zusätzlicher Speicher am Hochbehälter Feldberg (2025)

Chancen für die Zukunft

Für die Zukunft prüft die Gemeinde Möglichkeiten zur Zwischenspeicherung von Niederschlags- und Quellwasser. Das könnte Sommerengpässe abfedern, Überschwemmungen reduzieren und zusätzliche Löschwasserreserven schaffen. Potenzielle Standorte: Krötenbachtal und Reifenberger Wiesen.

Seit Februar 2024 läuft das Wasserkonzept „Usinger Land" aller 13 Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis. Die Ergebnisse liegen seit Herbst 2025 vor und bilden die Grundlage für Entscheidungen zu Gewinnung, Speicherung und Verteilung.

b-now: Für eine langfristige Wasserstrategie

  • Transparenz für Bürgerinnen und Bürger über die tatsächliche Versorgungslage
  • Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen – Wassersparen als Standard
  • Kooperationen im Hochtaunuskreis stärken – Wasser macht nicht an Gemeindegrenzen halt
  • Zukunftsorientierte Konzepte umsetzen: Regenwasserrückhaltung, Quellenschutz, Brunnenertüchtigung, klimasichere Infrastruktur
  • Entscheidungen frühzeitig, transparent und auf Basis der besten verfügbaren Daten treffen
🗺️

Straßenausbau fair gestalten

Transparenz bei Kosten und echte Bürgerbeteiligung

In der Gemeindevertretung wurde diese Woche der Straßenbauprioritätenplan für die nächsten 10 Jahre beschlossen. b-now Schmitten hat dagegen gestimmt – aus Verantwortung gegenüber den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. Die Gemeinde plant in den kommenden Jahren den Ausbau von insgesamt 29 Straßen in allen Ortsteilen. Für sieben davon gibt es bereits konkrete Jahreszahlen, weitere 22 stehen auf der Liste – allerdings ohne genaue Zeitangabe. Das zentrale Problem: Niemand weiß, was konkret auf ihn zukommt.

Grundsätzlich begrüßen wir die langfristige Planung über einen 10-Jahres-Zeitraum. Auf unsere Initiative hin wurden die Planungen zudem optimiert, um zu vermeiden, dass mehrfach betroffene Bürger innerhalb direkt aufeinander folgender Jahre für mehrere Baumaßnahmen zugleich zahlen müssen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber er reicht nicht aus.

Prioritätenliste 2027-2037: Diese Straßen sind konkret geplant

2027 – Arnoldshain, Am Lanzenboden | 2028 – Niederreifenberg, Haidgesweg | 2029 – Oberreifenberg, Dillenbergstraße | 2030 – Brombach, Im Stockgrund | 2032-2033 – Arnoldshain, Hegewiese | 2034-2035 – Arnoldshain, Galgenfeld | 2036-2037 – Arnoldshain, Am Weißen Berg

Weitere 22 Straßen stehen auf der mittelfristigen und langfristigen Liste – allerdings ohne konkrete Jahreszahlen.

Denn die entscheidenden Fragen bleiben unbeantwortet: Was kostet mich das konkret? Welche Art von Ausbau ist geplant – Vollausbau, Teilerneuerung oder nur Oberflächensanierung? Wie wird abgerechnet? Die genannten 350 €/qm sind lediglich ein Platzhalter für Kalkulationszwecke. Die tatsächlichen Kosten können deutlich höher oder niedriger ausfallen – abhängig von der Art des Ausbaus und den örtlichen Gegebenheiten. Eine konkrete Kostenplanung erfolgt erst im Jahr vor der jeweiligen Baumaßnahme. Hinzu kommt: Es gibt bislang keine neue Abrechnungssatzung für Straßenausbaubeiträge, die mehr Fairness und Transparenz schaffen würde.

29
Straßen auf der Liste
10 Jahre
Planungszeitraum
350 €/qm
Nur Platzhalter-Kosten!

Für b-now Schmitten ist klar: So geht es nicht. Wir fordern echte Transparenz vor jedem Beschluss – konkrete Kostenschätzungen, detaillierte Planungsunterlagen und eine faire Abrechnungssatzung, bevor Straßenausbauprojekte beschlossen werden. Betroffene Anwohner müssen frühzeitig und umfassend informiert werden, nicht erst, wenn die Bagger anrollen. Nur so können Menschen verlässlich planen und sich auf die finanziellen Belastungen einstellen.

Unsere Forderungen

  • Frühzeitige Bürgerbeteiligung – Anwohner müssen von Anfang an einbezogen werden
  • Verbindliche Kostenschätzungen – keine Beschlüsse ohne realistische Kostenangaben
  • Faire Abrechnungssatzung – verhindert Mehrfachbelastungen und sichert gerechte Verteilung
  • Transparente Priorisierung – nachvollziehbare Kriterien für die Reihenfolge der Baumaßnahmen
  • Detaillierte Planungsunterlagen – kein "Das klären wir später"
🚦

Schluss mit Lärm und Raserei – für sichere Straßen in Schmitten

Mehr Lebensqualität und Verkehrssicherheit am Feldberg

Der Feldberg ist ein Magnet für Naturliebhaber, leider auch für Motorradraser und Autoposer. Für die Anwohner bedeutet das vor allem eines: unerträglichen Lärm und massive Einschränkungen der Verkehrssicherheit. An Wochenenden bis zu 5.000 Fahrzeuge am Tag, davon 10 Prozent Motorräder – das Fünffache des Durchschnitts anderer Strecken. Rücksichtsloses Rasen auf kurvigen Strecken und eine ständige Geräuschbelastung, die besonders an Wochenenden und Feiertagen eskaliert. Was als touristisches Highlight gilt, wird für viele Menschen in der Gemeinde Schmitten, die an den betroffenen Streckenabschnitten wohnen, zur Nervensache – und zur konkreten Gefahr.

Auf Einladung des Landkreises haben wir gemeinsam mit Bürgern, Anwohnern der umliegenden Gemeinden und sogar Vertretern der Motorrad-Community in Zukunftswerkstätten konstruktive Lösungen erarbeitet. Dazu gehören temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen, Lärmschutzwälle, Lärmblitzer, mobile Messungen mit Spezialkameras und der Einsatz von technisch ausgestatteten Polizeimotorrädern, bessere Beschilderung mit Displays. All das wurde diskutiert und vorgeschlagen. Die Resonanz war groß, die Hoffnung auf Veränderung ebenso.

Zukunftswerkstatt ohne Zukunft?

Im August 2025 wurden die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Verkehr präsentiert. Trotz intensiver Bürgerbeteiligung und konstruktiver Vorschläge: Keine der erarbeiteten Maßnahmen wurde umgesetzt. Für b-now ist das inakzeptabel.

Doch das Ergebnis der Zukunftswerkstatt im August 2025 war ernüchternd: Der Landrat, die Kreisverwaltung, Hessen Mobil und sogar unsere Gemeindeverwaltung Schmitten lehnten nahezu alle Vorschläge ab. Die Begründung: zu teuer, rechtlich nicht umsetzbar, nicht zielführend und sogar "nicht genug tödliche Verkehrsunfälle, die solche verkehrsbeschränkenden Maßnahmen rechtfertigen würden". Für die betroffenen Anwohner, die viel Zeit in die Workshops investiert hatten, eine herbe Enttäuschung – und für b-now Schmitten ein Weckruf. Sogar der Bundesverband der Motorradfahrer bot freiwillig an, die Einrichtung von Lärmdisplays mitzufinanzieren.

5.000
Fahrzeuge pro Wochenendtag
10%
Motorradanteil (5× Durchschnitt)
0
Umgesetzte Maßnahmen

Dennoch: Wir geben nicht auf. Dank tatkräftiger Unterstützung aus der Bevölkerung und Platzierung des Themas in den Medien sowie des dankenswerterweise erhöhten Einsatzes der Polizei konnten wir das Thema endlich auf die Tagesordnung der Lokalpolitik heben und ihm damit mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Insbesondere die Gemeinde Schmitten muss nun ihrer gesetzlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und sich für ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Wir finden: Temporäre Sperrungen oder Geschwindigkeitsbeschränkungen zu Spitzenzeiten sind Ultima Ratio, aber kein Denkverbot. Andere Gemeinden setzen solche Maßnahmen bereits um. Der Feldberg und die Straßen in und um unsere Gemeinde müssen ein sicherer Ort für alle werden – für Touristen und auch Motorradfahrer – aber vor allem für die Menschen, die hier leben.

Unsere Forderungen

  • Mobile Lärm- und Geschwindigkeitsmessungen mit konsequenten Kontrollen
  • Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen an Wochenenden und Feiertagen
  • Lärmschutzmaßnahmen an besonders betroffenen Streckenabschnitten
  • Temporäre Sperrungen als Ultima Ratio – andere Gemeinden machen es vor
  • Ernsthafter Dialog mit allen Beteiligten – statt Symbolpolitik
🤝

Generationen gemeinsam gestalten – Zusammenleben in Schmitten

Vom Miteinander der Generationen profitieren

Schmitten lebt vom Miteinander der Generationen. Kinder, Familien, Erwachsene und ältere Menschen prägen unsere Ortsteile gleichermaßen. Eine lebenswerte Gemeinde entsteht dort, wo alle Altersgruppen gesehen werden, sich einbringen können und Unterstützung finden – in jeder Lebensphase. Genau dafür setzen wir uns als b-now ein.

Familien im Mittelpunkt – Zukunft gestalten

Familien sind ein zentraler Baustein für die Zukunft Schmittens. Sie füllen Vereine mit Leben, stärken den sozialen Zusammenhalt und sorgen dafür, dass unsere Ortsteile lebendig bleiben. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren einen klaren Schwerpunkt auf eine verlässliche und moderne Familienpolitik gelegt.

Ein wichtiger Meilenstein ist der Neubau der viergruppigen Kindertagesstätte am Pfarrheckenfeld. Nach intensiver politischer Arbeit konnte dieses Projekt endlich auf den Weg gebracht werden. Die Eröffnung ist für Ende 2026 geplant – und wird die lange Warteliste, die viele Eltern über Jahre belastet hat, deutlich reduzieren.

Nicht nur Neubauten zählen

Bestehende Einrichtungen müssen erhalten, modernisiert und personell stabil aufgestellt werden. Qualität, gute Arbeitsbedingungen und bedarfsgerechte Angebote bleiben für uns zentrale Leitlinien.

Familienfreundlichkeit endet für uns nicht an der Kita-Tür. Dazu gehören:

  • gute Schulen mit einem positiven Lernumfeld
  • sichere Wege für Kinder und Jugendliche
  • attraktive Freizeitangebote in Vereinen, Natur und Gemeinschaft
  • eine Grundhaltung, die junge Familien willkommen heißt

So schaffen wir ein Umfeld, in dem junge Menschen gerne bleiben, Familien gründen und ihre Zukunft in Schmitten sehen – ohne neue Baugebiete, sondern durch Nutzung und Stärkung des Bestands.

Gut leben im Alter – selbstbestimmt und eingebunden

Ein generationengerechtes Schmitten braucht ebenso den Blick auf unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Viele von ihnen haben unsere Gemeinde aufgebaut und geprägt. Sie verdienen Respekt, Unterstützung und gute Rahmenbedingungen für ein selbstständiges Leben im Alter.

Dazu gehören aus unserer Sicht:

  • ein barrierefreies Ärztehaus, das medizinische Versorgung auch bei eingeschränkter Mobilität sichert
  • Lieferservices und wohnortnahe Angebote, die den Alltag erleichtern
  • mehr aufsuchende Beratung, insbesondere für Menschen, die bestehende Hilfsangebote nicht kennen – für Jung und Alt
  • die Stärkung ehrenamtlichen Engagements, das ältere Menschen begleitet, unterstützt und soziale Kontakte ermöglicht
  • gezielte Unterstützung von Initiativen gegen Einsamkeit, damit niemand im Alter den Anschluss verliert

Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die helfen, so lange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können – mit Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird.

Gemeinsam stark – Jung und Alt

Eine generationengerechte Gemeinde denkt nicht in Gegensätzen, sondern in Verbindungen. Wenn Familien und Senioren gleichermaßen gute Bedingungen vorfinden, profitieren alle:

  • Vereine gewinnen Nachwuchs und Erfahrung
  • Ehrenamt verbindet Generationen
  • Wissen, Fürsorge und Engagement werden weitergegeben
  • Schmitten bleibt sozial stabil, lebendig und menschlich

Zusammenleben in Schmitten heißt für uns: füreinander da sein – heute und morgen.

Unsere Maßnahmen für alle Generationen

  • Verlässliche Kita-Plätze durch den Neubau am Pfarrheckenfeld und Erhalt bestehender Einrichtungen
  • Familienfreundliche Infrastruktur: sichere Schulwege, attraktive Freizeitangebote, starke Vereine
  • Barrierefreies Ärztehaus für alle Generationen
  • Ausbau aufsuchender Beratung und Unterstützung bei Einsamkeit im Alter
  • Förderung generationenübergreifender Projekte und Begegnungsräume
🏔️

Tourismus mit Maß – Natur erleben, Vielfalt stärken

Naturnaher Tourismus für alle Ortsteile

Schmitten gehört zu den bedeutendsten Naherholungsregionen im Rhein-Main-Gebiet. Wir leben dort, wo andere Erholung suchen: mitten in der Natur, mit weitem Blick, frischer Luft und zugleich in direkter Nähe zur Metropolregion Frankfurt. Diese besondere Lage ist Chance und Verantwortung zugleich.

Gerade an Wochenenden und in den Ferien kommen viele Besucherinnen und Besucher zu uns – zum Wandern, Radfahren, Naturerleben oder einfach zum Durchatmen. Diese Offenheit gehört zu Schmitten. Unser Anspruch ist es, den Tourismus bewusst zu gestalten: naturverträglich, dezentral und mit Mehrwert für die gesamte Gemeinde.

Dezentral statt überlaufen

Der Große Feldberg ist zweifellos ein Anziehungspunkt – und bleibt ein besonderes Aushängeschild der Region. Doch Schmitten hat weit mehr zu bieten als ein einzelnes Plateau. Viele schöne Wege, Orte und Ausflugsziele liegen in allen Ortsteilen.

Unser Ziel: breit aufgestellter Tourismus

Besucherströme sinnvoll verteilen • Sensible Natur schützen • Erholungsräume in allen Ortsteilen sichtbar machen • Lokale Gastronomie stärken • Einheimischen wie Gästen gleichermaßen zugutekommen

Dabei setzen wir bewusst auf Qualität statt Eventisierung – auf Ruhe, Naturerlebnis, Bewegung und Vielfalt.

Besucherlenkung mit Augenmaß

Maßnahmen zur Besucherlenkung können sinnvoll sein, müssen aber differenziert betrachtet werden. Parkregelungen am Feldberg können helfen, Ordnung zu schaffen und die Natur zu entlasten. Gleichzeitig sehen wir kritisch, wenn solche Regelungen pauschal auf andere Orte übertragen werden. Hier braucht es maßgeschneiderte Lösungen, die Akzeptanz schaffen.

Wichtig ist uns dabei: Die Gastronomie darf nicht unter Druck geraten. Im Gegenteil – wir wollen die verbliebenen Betriebe stärken, ihnen Planungssicherheit geben und sie als wichtige Partner im Tourismus begreifen.

Mobilität neu denken – statt Seilbahn

Großprojekte wie eine Seilbahn auf den Feldberg lehnen wir weiterhin ab. Sie bündeln Besucherströme, greifen stark in Natur und Landschaft ein und sind in ihrer Wirtschaftlichkeit nicht überzeugend belegt.

Unsere Alternative: Bus-Rundlinie

Eine zusätzliche Bus-Rundlinie, insbesondere an Wochenenden und in den Ferien, die wichtige Ziele im Usinger Land verbindet – Sandplacken, Feldberg, Wichtelweg, Hessenpark, Lochmühle, Saalburg. Das würde den Autoverkehr reduzieren und Einheimischen wie Besuchern echten Mehrwert bieten.

Wandern, Kultur, Gesundheit

Ein zentraler Baustein unserer Tourismusstrategie ist der Ausbau hochwertiger Wanderangebote. Über das LEADER-Programm wird derzeit die Entwicklung von Premiumwanderwegen nach dem Vorbild der Wisper Trails vorbereitet. Dieses Potenzial wollen wir nutzen.

🥾
Premiumwanderwege in Vorbereitung (LEADER)
🚌
Nachhaltige Mobilität statt Seilbahn
🌳
Naturschutz & Tourismus im Einklang

Darüber hinaus möchten wir das touristische Angebot inhaltlich erweitern: Förderung kultureller Veranstaltungen mit regionalen Künstlern, Unterstützung lokaler Kunst- und Kulturschaffender sowie Einrichtung eines Gesundheitstages mit regionalen Akteuren aus Bereichen wie Naturheilkunde, Yoga oder Waldbaden.

Unsere Vision für Schmitten

Besucher sollen Schmitten als das erleben, was es ist: ein Ort der Ruhe, der Bewegung, der Natur, der Kultur – und der Gastfreundschaft. Mit behutsamer Entwicklung statt Großprojekten, nachhaltiger Besucherlenkung, starker Gastronomie und vielfältigen Angeboten für alle Generationen.

Unsere Forderungen

  • Entwicklung einer dezentralen Tourismusstrategie für alle Ortsteile
  • Maßgeschneiderte Besucherlenkung statt pauschaler Regelungen
  • Stärkung der lokalen Gastronomie mit Planungssicherheit
  • Bus-Rundlinie statt Seilbahn für nachhaltige Mobilität
  • Ausbau von Premiumwanderwegen über LEADER-Programm
  • Förderung kultureller und gesundheitsorientierter Tourismusangebote
  • Respekt vor Natur, Landschaft und Lebensqualität der Einheimischen

Haben Sie Fragen zu unseren Positionen?

Wir stehen für Dialog und Transparenz. Kontaktieren Sie uns gerne oder kommen Sie zu unserem nächsten offenen Stammtisch.

Nach oben scrollen